Allgemeines
( 3 Votes )Allgemeines zum Ort:
Lage: westlich von Rothenburg, an der Bahnlinie Görlitz - Cottbus - Berlin
Eingemeindung: 1999 nach Rothenburg
Einwohner: 1937: 663 ; 1837: 250
Geschichte:
1388 Ersterwähnung als Osansdorf (Osan: Vorname)
1408 Osinsdorf, 1562 Usesdorf
1413 kommen in Görlitzer Stadtbüchern Thymo und Nicol von Rothenburg als Besitzer von Osinsdorff vor
bis 1738 Familien von Nostitz, dann von Eicke, von Posadovsky, von Hertzberg, von Heuthausen, von Fink, von Maltitz, von Scheibner, Gottlob Anton von Ohnesorge (1840 Landrat des Kreises), um 1924 Fabrikbesitzer Müller
1813 betrugen die Kriegslasten 1425 Taler
1818 wurde ein Herrenhaus erbaut und zum Gute gehörte eine Brennerei
1890 Anlage einer Tafelglashütte, Fabrikbesitzer war Otto Künzel
1901 Schulbau
Interessantes zur Ortschaft:
Wahrzeichen des Ortes ist der im Stil eines spätmittelalterlichen Wehrturmes aus roten Backsteinen errichtete Wasserturm.
ein großes Tafelglaswerk machte Uhsmannsdorf weithin bekannt und ist heute als Flachglas Uhsmannsdorf GmbH Hauptarbeitgeber am Ort
durch Uhsmannsdorf fließt der Weiße Schöps, ein Nebenfluss der Spree
Der nordwestliche Teil des Ortes ist "Spreehammer"
viele Vereine sorgen für ein reichhaltiges Freizeit- und Kulturangebot w.z.B: Billardkegeln, Tischtennis, Fußball, Kegeln....
Als Ossinsdorf 1388 erstmals erwähnt
Über die jüngste Geschichte – konkret:
Die Eingemeindung des Ortes nach Rothenburg – Mag mancher Uhsmansdorfer nicht unbedingt glücklich sein. Um so interessanter ist es, einen Blick in die abwechslungsreiche Geschichte des Ortes zu werfen. Erwin Scholz hat dazu umfangreiches Material gesammelt .
In den Geschichtsbüchern wurde Uhsmannsdorf erstmals erwähnt. Der Name änderte sich danach recht häufig: Über Ozendorf , Osmssdorf, Usedorf und Osmannsdorf ging es hin zum heutigen Uhsmannsdorf .Ursprünglich als Straßenangerdorf angelegt wird die Ortsgründung von Fachleuten als Folge der deutschen Ostkolonialisierung des 12. und 13. Jahrhundert eingeschätzt. Erst 1608 kamen die ersten Gutsherren nach Uhsmannsdorf. Die Adelsfamilie von Nostitz setzte sich als Herrschaft eines Rittergutes fest. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Gutsherren jedoch mehrfach. Interessant sind die Dinge die über die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes berichtet werden. Aus alten Schriften geht hervor, dass sich ursprünglich Bauern und Gärtner hier angesiedelt hatten. Eine nach dem 30- jährigen Krieg durchgeführte Zählung von 1645/47 brachte dieses Ergebnis zu Tage :Es gab sieben Bauern, die direkt von der Landwirtschaft lebten. Dazu zwölf Gärtner, die im Hauptberuf Bedienstete der Gutsherren waren, nebenbei aber noch Ackerbau und Viehzucht betrieben. in einer geographischen Beschreibung von Schlesien aus den Jahren 1830/45 wird Uhsmannsdorf als ein ,,Dorf am Weißen Schöps’’ beschrieben, mit 48 Häusern und 250 evangelischen Einwohnern. Außer dem gab es ein Wirtshaus eine Wassermühle, 17 Handwerker und ein Händler. Die im 20. Jahrhundert dominierende Glasindustrie fasste 1889 in dem Ort Fuß und entwickelte sich seitdem zum Hauptarbeitgeber .als Uhsmannsdorf Wahrzeichen überdauerte jedoch der alte Wasserturm, der schon von weitem mit seinem Backsteinmauerwerk von der Historie des Dorfes kündet.
Abgeschrieben von einem Beitrag einer Wandzeitung der Mittelschule Rothenburg / OL durch Sebastian Scholz im Jahre 2003




